Einbrüche in Häuser und Wohnungen sind alltägliche Realität, haben aber vor allem Hochsaison, wenn andere Urlaub machen. Denn Langfinger haben bekanntlich selten Ferien. Aber bei über einem Drittel der Einbrüche bleibt es beim Versuch, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. So ist es sinnvoll, nur Fenster und Türen einzubauen, die mit geprüften Schutzbeschlägen, Querriegel- und Kastenschlössern oder Schließblechen versehen sind. Dabei unbedingt auf eine fachkundige Montage achten.
Folgende Tipps sollten Sie beherzigen:
- Schließen Sie sorgfältig alle Fenster und Türen. Auch Wasseranschlüsse und Strom sollten Sie abstellen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
- Geht der Hausschlüssel verloren, vor allem, wenn dies kurz vor dem Urlaub geschieht, unbedingt und umgehend den Schließzylinder auswechseln.
- Den Schlüssel niemals draußen verstecken, denn Einbrecher kennen die gängigen Depots.
- Bitten Sie Nachbarn, ein Auge auf die Wohnung zu werfen. Wenn Sie ihnen einen Zweitschlüssel geben, können sie nicht nur im Notfall die Wohnung betreten, sondern auch die Blumen gießen, den Briefkasten leeren oder die Wohnung "beleben", etwa indem sie regelmäßig die Jalousien auf- und zuziehen.
- Vermeiden Sie jegliche Hinweise auf Ihre Abwesenheit. Ihr Anrufbeantworter sollte zum Beispiel nicht verraten, dass die Wohnung 14 Tage lang unbewohnt bleibt.
- Auch sollten Sie keine Termine mit Handwerkern in der Urlaubszeit vereinbaren. Informieren Sie Ihre Nachbarn darüber, dass Sie keine Lieferungen oder Reparaturarbeiten erwarten - Dann haben auch Trickbetrüger schlechte Karten.
- Wertvollen Schmuck und wichtige Papiere können vorsichtige Zeitgenossen auch bei Freunden oder in einem Banktresor lagern.
- Letztlich sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihre Verpflichtungen erfüllen. Miete, Telefon und Strom wollen bezahlt sein. Klären Sie den Zeitpunkt der Überweisung, sofern keine Einzugsermächtigungen vorliegen. Und wer im Urlaub mit der Treppenhausreinigung an der Reihe ist, sollte die Termine rechtzeitig mit den Nachbarn tauschen.
Wer sich umfassend - auch nach der Urlaubszeit - über die Sicherheit von Haus und Wohnung informieren möchte, kann sich Rat bei polizeiliche Beratungsstellen holen. Unter
www.polizei-beratung.de finden Sie Tips, Broschüren und Adressen.
Neben wirksamen Sicherungen an Haus und Wohnung ist aber auch ein
guter Versicherungsschutz wichtig. Oft sind die beim Einbruch entstandenen Schäden an den Wohnräumen größer als der Wert der entwendeten Sachen. Eine
Hausratpolice mit ausreichender Versicherungssumme (mindestens 650 EUR pro Quadratmeter) kommt für sämtliche Einbruchschäden auf und ersetzt gestohlene Wertgegenstände ebenso wie die verwüstete Wohnungseinrichtung.
Damit der Wert der bei einem Einbruch gestohlenen Wertgegenstände genau ermittelt werden kann, sollte man
von Zeit zu Zeit Inventarlisten erstellen und die
Kaufbelege aufbewahren. Bargeld und Schmuck sollten keinesfalls für längere Zeit im Haus zurückgelassen werden - für sie gelten übrigens in den meisten Policen prozentuale Höchstgrenzen der Versicherungssumme. Die Versicherungssumme selbst sollte regelmäßig überprüft und an den aktuellen Gesamtwert des Hausstands angepasst werden - ist sie zu niedrig, wird im Ernstfall nur ein Teil des Schadens ersetzt.