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Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom
6. bis 10. September 2010

DAX

Der Deutsche Aktienindex erzielte in der vergangenen Woche Kursgewinne von 3,09 % und schloss bei 6135 Punkten. Die leicht über den Erwartungen liegenden Arbeitsmarktdaten ließen den DAX kurzfristig zur Oberseite aus dem langfristigen Abwärtstrend ausbrechen. In Verbindung mit der 200-Wochen-Linie (6190 Punkte und flach) sollte sich ein signifikanter Ausbruch jedoch als schwierig erweisen. Als nicht nachhaltig zeigte sich jedoch der Rutsch unter die 200-Tage-Linie (derzeit bei 5963 Punkten und steigend). Von der Wirkung her hat er aber für beträchtliche Verunsicherung seitens der Marktteilnehmer gesorgt. Die Rallye scheint in erster Linie in dem extrem negativen Sentiment begründet. Letztendlich wurde der Bereich unter 5900 Punkten, in dem auch der seit Oktober 2009 verlaufende Aufwärtstrend verläuft, zur Akkumulation genutzt. Insofern zeichnet sich im DAX immer mehr ein über Monate gebildetes steigendes Dreieck aus, das als trendbestätigende Chartformation zu sehen ist. Die obere Begrenzung bilden hierbei die bisherigen Verlaufshochs über 6300 Punkten. Ein nachhaltiges Überwinden des bisherigen Jahreshochs bei 6387 Punkten käme einer erfolgreichen Beendigung der Konsolidierung gleich. Auf der Unterseite sollte die 200-Tage-Linie nicht wesentlich unterschritten werden. Solange diese noch steigend ist, würden wir ein Unterschreiten als noch nicht dramatisch ansehen (Empfehlungen analog Dow Jones).

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 erzielte in der vergangenen Woche Kursgewinne von 4,29 % und schloss bei 2744 Punkten. Die überdurchschnittliche Performance des Euro Stoxx 50 auf Wochenbasis signalisiert unserer Meinung nach den Charakter der Erholung - ein klassischer Short Squeeze. Die untere Begrenzung des aktuellen Trendkanals (im Bereich von 2570 Punkten), in dem sich der Euro Stoxx 50 seit Anfang Mai befindet, wurde in der vergangenen Woche also nicht mehr getestet. Die über den Erwartungen liegenden Arbeitsmarktdaten konnten den Euro Stoxx 50 sogar über den langfristigen Abwärtstrend (Bereich 2716 Punkte) lupfen. Dennoch hat der Euro Stoxx 50 massive Widerstände nur wenige Punkte vor sich - die 38-Wochen- (2765 Punkte) und 50-Wochen-Linie (2784 Punkte) bzw. 200-Tage-Linie (2782 Punkte). Ein dynamischer Markt sollte sich jedoch aufgrund der Flachheit der Steigung dieser Durchschnittslinien mittelfristig durchsetzen. Um an die obere Begrenzung seines Aufwärtstrends zu gelangen, muss der Euro Stoxx 50 die Verlaufshochs vom 21. Juni (2789 Punkte und 2849 Punkte (5. August 2010) überwinden (Empfehlungen analog Dow Jones).

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konnte in der vergangenen Woche Kursgewinne von 2,93 % erzielen und schloss bei 10448 Punkten. Die 10000er Marke wurde zu Beginn der Woche erneut getestet und hat sich bisher als wirksame Unterstützung gezeigt. Die Rallye dürfte in erster Linie dem stark pessimistischen Sentiment geschuldet sein. Es waren einfach zu viele Investoren auf der falschen Seite positioniert - das Ergebnis war ein Short Squeeze, der den Dow knapp unter der 200-Tage-Linie (derzeit bei 10451 Punkten) schließen ließ. Sollte dem Dow der Sprung über diese Marke gelingen, dann wären die Verlaufshochs vom Januar 2010 bzw. August 2010 bei 10720/10730 Punkten die nächste Marke, die es zu überwinden gilt. Insgesamt gesehen sehen wir die US-Märkte derzeit recht konstruktiv, wir haben in einigen Indikatoren höhere Tiefs gebildet, die Marktbreite zeigt sich überdurchschnittlich robust und der Pessimismus ist nach wie vor immens. Allerdings nähern wir uns erneut kurzfristig überkauften Verhältnissen an. Hohe Käufe von Puts auf den Volatilitätsindes des S&P 500 deuten auf einen kurzen Rücksetzer hin. Insgesamt gesehen rechnen wir derzeit jedoch nicht mit einem nachhaltigen Kurseinbruch, sondern in der Summe eher mit steigenden Kursen. Neben der 90-Tage-Linie (10323 Punkte) und der 50-Tage-Linie (10261 Punkte) ist die 10000er Marke die nächste Unterstützung.

Bund-Future

Der Bund-Future zeigte sich in der vergangenen Woche in Korrekturmodus und verlor 1,09 %. Er schloss bei 132 Punkten. Er konnte nur auf intraday-Basis ein neues Verlaufshoch erreichen (134,77 Punkte). Ein nachhaltiges Überschreiten dieses Bereichs scheint derzeit wenig wahrscheinlich, aus einer Flaggenkonstruktion sehen wir ein maximales Kursziel von 136 Punkten. Eine Konsolidierung bis in den Bereich der 38-Tage-Linie (derzeit 130,78 Punkte und steigend) bzw. ein Test der Marke von 130,37 Punkten (Verlaufshoch vom 8. Juni 2010) halten wir für wahrscheinlich. Eine nachhaltige Trendumkehr ist derzeit jedoch noch nicht ersichtlich.

 
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