Nürnberg, im September 2009 Tradition bewahren – Zukunft gestalten: 125 Jahre NÜRNBERGER „Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg" – diesen Slogan kennt jeder zweite deutsche Bundesbürger. Er steht für ein erfolgreiches Unternehmen mit Tradition: die NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE. Sie kann 2009 auf eine 125-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Gründer Lothar Freiherr von Faber Am 28. September 1884 erhielt die NÜRNBERGER Lebensversicherungs-Bank AG, so der erste Name der Gesellschaft, vom Königlich Bayerischen Staatsministerium des Innern die Geneh- migung für den Geschäftsbetrieb. Die Initiative zur Gründung war vom Bleistift-Fabrikanten Lothar Freiherr von Faber ausgegangen. „Mit dem Versicherungswesen war er durch die für seine Belegschaft betriebene Sozialpolitik vertraut geworden", schreibt Prof. Dr. jur. Peter Koch in der anlässlich des Jubiläums der NÜRNBERGER von ihm verfassten Festschrift. Der sozial eingestellte Unternehmer aus Stein bei Nürnberg hatte für die Mitarbeiter seiner Firma (heute Faber-Castell) eine Kranken- und Unterstützungskasse sowie eine betriebliche Altersversorgung geschaffen und wollte mit der NÜRNBERGER einem weiteren Personenkreis Versicherungsschutz zugänglich machen. Erste selbstständige Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft in Bayern Die NÜRNBERGER war die erste selbstständige Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft in Bayern. Ihren Geschäftsbereich weitete sie schon bald auf das benachbarte Österreich- Ungarn, 1888 auf das gesamte Deutsche Reich aus. Erweiterung der Produktpalette Nur kurz beschränkte sich die Tätigkeit auf die Lebensversicherung. Schon sehr bald vergrößerte die Gesellschaft ihre Produktpalette: 1885 nahm sie als erste Gesellschaft in Bayern die Unfallversicherung auf, 1906 die Haftpflichtversicherung. Der beginnenden Motorisierung des Straßenverkehrs stellte sie noch vor dem ersten Weltkrieg durch die Kfz-Haftpflichtversicherung geeigneten Schutz bereit. Weitere Schadenver- sicherungen vermittelte sie ab 1924 an befreundete Gesellschaften. Innovativ von Anfang an Von Anfang an begnügte sich die NÜRNBERGER nicht damit, die marktüblichen Standards zu bieten, sondern zeigte sich innovativ. Als zweite Gesellschaft in Deutschland bot sie eine Invaliditäts-Zusatzversicherung an, aus der später die Berufsunfähigkeits- Versicherung hervorging. Heute ist sie in dieser Sparte dank flexiblen Tarifen, wegweisender Produktgestaltung und verbraucherfreundlichen Bedingungen die Nummer zwei im deutschen Markt. In zahlreichen Ratings wird die Berufsunfähigkeits-Versicherung mit besten Bewertungen ausgezeichnet. Dem Öffentlichen Dienst verbunden Neuland betrat die NÜRNBERGER mit der ab 1908 vertriebenen Pensions-Zuschuß-Versicherung, die Beamte gegen das Risiko absicherte, bei Dienstunfähigkeit ohne Versorgungsbezüge in den Ruhestand versetzt zu werden. Auch 100 Jahre später ist die NÜRNBERGER dem Öffentlichen Dienst eng verbunden: Ihre Spezialversicherer NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG und NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG gehören zu den führenden Anbietern von Versicherungen und Finanzdienstleistungen für die fast fünf Millionen Beamten und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Sektor sowie ihre Familien. Abonnentenversicherung macht Versicherungsgedanken populär Als erste deutsche Gesellschaft führte die NÜRNBERGER 1901 im Zusammenwirken mit dem Leipziger Verleger Bernhard Meyer die sog. Abonnentenversicherung ein. Sie verband eine Unfallversicherung, später auch eine Sterbegeldversicherung, mit dem Abonnement der Wochenzeitschrift „Nach Feierabend". Weitere Kooperationen folgten. Damit leistete die NÜRNBERGER einen wichtigen Beitrag zur Popularisierung des Versicherungsgedankens. Nicht zuletzt durch diesen Erfolg stand sie vor dem Ersten Weltkrieg im Neugeschäft an der Spitze der deutschen Lebensversicherer. Die Abonnentenversicherung wurde ab 1954 als Familienschutz-Versicherung weitergeführt, die die NÜRNBERGER auch heute mit großem Erfolg betreibt. Auf dem Weg zur Versicherungsgruppe Durch Krieg und deutsche Teilung verlor die seit 1938 als NÜRNBERGER Lebensversicherung AG firmierende Gesellschaft, die in Sachsen und Schlesien einen Schwerpunkt ihrer Geschäfts- tätigkeit gehabt hatte, mehr als ein Drittel ihres Bestandes. Doch der Wiederaufbau gelang. Die Gründung der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG im Jahr 1952 markierte den Beginn der Versicherungsgruppe. Von da an konnte die NÜRNBERGER alle wichtigen Sparten der Schaden- versicherung selbst anbieten. 1956 überschritt Versicherungsbestand die Marke von 1 Mrd. DM. Weitere wichtige Meilensteine der Unternehmensgeschichte: - 1981 Gründung der NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich - 1985 Aufnahme der Geschäftstätigkeit der GARANTA Versicherungs-AG als berufsständischer Versicherer des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes - 1989 Neue Konzernstruktur: Die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG ändert den Namen in NÜRNBERGER Beteiligungs-Aktiengesellschaft und überträgt den Lebensversicherungs- bestand auf eine neu gegründete Tochter - 1991 Erweiterung des Angebots auf Krankenversicherungen - 1999 Aufnahme der privaten Vermögensverwaltung und -beratung durch Mehrheitsbeteiligung an der FÜRST FUGGER Privatbank KG Wegweisende Produkte und Dienstleistungen Immer wieder hat die NÜRNBERGER erfolgreich neue Geschäftsfelder besetzt und in wichtigen Bereichen wegweisende Produkte und Dienstleistungen eingeführt. Beispiele hierfür sind die Sofort-Schadenregulierung in der Autoversicherung (1966), die Fondsgebundene Lebensver- sicherung (1971), Assistance-Leistungen in diversen Sparten (seit 1995). Die 1998 eingeführte Investment-Berufsunfähigkeits-Versicherung ist die meistverkaufte Selbstständige Berufs- unfähigkeits-Versicherung in Deutschland. Seit der Gründung von Pensionskasse (2003) und Pensionsfonds (2005) kann die NÜRNBERGER alle Durchführungswege der betrieblichen Alters- versorgung anbieten. Unabhängig und flexibel Heute gehört der Versicherungskonzern mit einem Umsatz von 4,5 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2008 und rd. 30.000 Mitarbeitern im Außen- und Innendienst zur Spitzengruppe der deutschen Versicherer. Gemessen an der Versicherungssumme ist sie in der Lebensversicherung der drittgrößte Anbieter. Dank ihrer Unabhängigkeit kann sie eine eigenständige und auf lang- fristige Wertsteigerung ausgerichtete Geschäftspolitik betreiben. Die NÜRNBERGER ist damit in der Lage, flexibel und schnell im Markt zu agieren und sich so zu positionieren, dass sie im Sinne ihrer Kunden die jeweils beste Lösung bieten kann. Förderer der Metropolregion Die NÜRNBERGER bekennt sich zur Europäischen Metropolregion Nürnberg und Nordbayern, insbesondere zu der Stadt, die ihr den Namen gab. Durch vielfältige Sponsoringaktivitäten unterstützt sie zahlreiche Institutionen und Veranstaltungen. Als großer Familienversicherer hat die Versicherungsgruppe das Ziel, die Stadt speziell für Eltern und Kinder noch attraktiver zu machen. So fördert sie das Bündnis für Familie, die Lebenshilfe Nürnberger Land und die „Weihnachtsstadt Nürnberg" mit dem Lichterzug der Volksschulen. Sportsponsoring Mit ihrem Sport-Sponsoring verweist die NÜRNBERGER auf die Industriegeschichte Nürnbergs: Als Sponsor der Damen-Radsportmannschaft Equipe NÜRNBERGER Versicherung hat das Versiche- rungsunternehmen der Stadt dabei geholfen, ihre Ausnahmestellung als Region des Zweirads und des Radsports zu behaupten, die sie seit Beginn des 19. Jahrhunderts innehat. Auch das Sponsoring von Oldtimer-Rallyes ist eine Reverenz an die Geschichte der Region: Bereits 1899 baute Ludwig Maurer in Nürnberg ein Auto mit halbautomatischem Getriebe. Daneben ist der NÜRNBERGER BURG-POKAL bedeutendes Element des Sportsponsorings. Die deutsche Meisterschaft junger Dressurpferde wird in diesem Jahr zum 18. Mal ausgetragen. Viele dieser Pferde wurden mit ihren Reiterinnen und Reitern Europameister, Weltmeister und Olympiasieger. Im Reitsport ermöglicht die NÜRNBERGER aber nicht nur Weltklasse-leistungen. Mit dem NÜRNBERGER BURG-POKAL der Bayerischen Junioren in den Disziplinen Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit fördert sie auch den Nachwuchs. Kultursponsoring Auch in der regionalen Kulturförderung nimmt die NÜRNBERGER eine führende Position ein. Dank der NÜRNBERGER ist die Region nicht nur Europäische Metropolregion, sondern Festspielregion: Die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele an der Staatsoper Nürnberg – für die Verleihung dieses Titels hatte sich die NÜRNBERGER ebenfalls nachhaltig eingesetzt – wurden von der NÜRNBERGER ins Leben gerufen. Enge Beziehungen bestehen zum Germanischen Nationalmuseum, dessen Dependance auf der Kaiserburg durch die NÜRNBERGER ermöglicht wurde. Auch das Deutsche Burgenmuseum, das 2013 auf der Veste Heldburg in Thüringen eröffnet wird, wird maßgeblich von ihr gefördert. Mit Unterstützung der NÜRNBERGER wurde die jährliche „Blaue Nacht" in Nürnberg zur größten kulturellen Nachtveranstaltung in Deutschland. Bekenntnis zum Standort Die NÜRNBERGER setzt auf die Zukunft in und mit der Metropolregion – dies zeigt auch die Investition in den Firmenstandort: Mit dem Business Tower Nürnberg, dem höchsten Büroturm Nordbayerns, hat das Unternehmen ein klares Bekenntnis zur Region abgelegt. Die bisherige Erfolgsgeschichte sowie die stete Unabhängigkeit des Unternehmens zeigen: Das Traditionsunter- nehmen NÜRNBERGER ist bestens gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft.