- Konzernergebnis im ersten Halbjahr bei 48,7 Mio. EUR
- Ergebnis vor Steuern steigt auf 124,1 Mio. EUR
- Effizienzprogramm und Sanierung der Schaden-/Unfallsparte wirken
- Jahresprognose von 80 Mio. EUR bestätigt
Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG weist in ihrem heute veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2026 bei einem Umsatz von 2,232 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum: 2,293 Mrd. EUR) ein Konzernergebnis von 48,7 Mio. EUR (47,7 Mio. EUR) aus. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 124,1 Mio. EUR (63,8 Mio. EUR). Ausschlaggebend hierfür waren die Fortschritte aus dem Sanierungsprogramm im Schaden- und Unfallsegment sowie die anhaltenden Wirkungen des Effizienzprogramms „Fit für die Zukunft“. Gleichzeitig lieferte das Segment der Personenversicherung stabile Erträge. Das Bankgeschäft entwickelte sich weiter positiv. Die NÜRNBERGER bestätigt ihre Prognose eines Konzerngewinns in der Größenordnung von 80 Mio. EUR für das Gesamtjahr 2026.
CEO Harald Rosenberger erläutert: „Die Ergebnisse des ersten Halbjahres zeigen, dass unsere Transformation Wirkung entfaltet. Wir haben unsere Kostenbasis deutlich reduziert, die Sanierung der Schaden-/Unfallversicherung vorangebracht und unsere Ertragskraft gestärkt. Mit der Vienna Insurance Group im Rücken verfügen wir nun über zusätzliche Mittel, die Transformation der NÜRNBERGER konsequent fortzuführen und an vielen Stellen zu beschleunigen.“
Schaden- und Unfallversicherung stabilisiert sich weiter
Im Schaden- und Unfallsegment setzte sich die Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses fort. Dieses stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 0,3 Mio. EUR auf
4,7 Mio. EUR. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 96,2 %. Die gebuchten Bruttobeiträge reduzierten sich infolge der konsequenten Bestandsbereinigung und der strategischen Neuausrichtung des Geschäftsfeldes auf 499,9 Mio. EUR (572,1 Mio. EUR). Die Zahl der Verträge sank von 2,535 auf 2,247 Millionen. Gleichzeitig gingen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle weiter auf 279,7 Mio. EUR zurück (308,7 Mio. EUR). Das Segmentergebnis belief sich auf 4,8 Mio. EUR (10,8 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich 2025 ein Gewinn aus dem Verkauf der italienischen Beteiligung Bene Assicurazioni als Sondereffekt positiv auf das Kapitalanlageergebnis ausgewirkt hatte.
Personenversicherung mit soliden Erträgen
Die Lebensversicherung verzeichnete im ersten Halbjahr Neu- und Mehrbeiträge von 128,9 Mio. EUR (148,6 Mio. EUR). Hintergrund ist der konsequente Fokus auf ertragreiche Produkte und damit einhergehend ein weiterer Rückgang im Einmalbeitragsgeschäft. Besonders gefragt blieben gleichwohl fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen sowie die Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Vertragsbestand lag mit 2,339 Millionen Verträgen leicht unter dem Vorjahreswert (2,400 Millionen). Die gebuchten Bruttobeiträge gingen um 2,2 % auf 1.102,9 Mio. EUR zurück. Das Segmentergebnis blieb hingegen mit 25,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
In der Krankenversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge deutlich um 9,6 % auf 182,2 Mio. EUR (Vorjahr: 166,2 Mio. EUR). Der Bestand erhöhte sich auf insgesamt 566.000 (562.570) Krankenversicherungsverträge. Das Segmentergebnis verbesserte sich auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR).
Bankgeschäft mit deutlicher Ergebnissteigerung
Die Bankdienstleistungen entwickelten sich erneut erfreulich. Die Provisionserlöse stiegen von 27,6 Mio. EUR auf 31,1 Mio. EUR. Das Segmentergebnis verbesserte sich auf 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR).
Kosten sinken deutlich
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb gingen konzernweit um 32,1 % auf 197,5 Mio. EUR (291,0 Mio. EUR) zurück. Neben dem rückläufigen Neugeschäft wirkten sich hierbei insbesondere die Maßnahmen des Effizienzprogramms „Fit für die Zukunft“ sowie Anpassungen im Rückversicherungsschutz positiv aus.
Die Zahl der Mitarbeitenden im Innen- und Außendienst sank im Vergleich zum Vorjahr von 3.892 auf 3.529. Die Personalanpassungen stehen überwiegend im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Effizienzprogramm. Der Abbau der Arbeitsplätze erfolgte dabei ausschließlich im gegenseitigen Einvernehmen auf der Basis eines mit der Arbeitnehmervertretung vereinbarten Sozialplans.
Impulse durch Produktoffensive erwartet / Prognose bestätigt
Mit dem Ziel ihre führende Position im Einkommensschutz auszubauen, hatte die NÜRNBERGER zur Jahresmitte ihre bereits vielfach ausgezeichnete neue Generation der Berufsunfähigkeitsversicherung BU4future eingeführt. Daneben brachte sie eine neue Unfallversicherung und eine betriebliche Krankenversicherung mit dem ganzheitlichen Präventionsansatz PRAEVIA auf den Markt. Das Unternehmen unterlegt durch diese Produktoffensive seine Ambition sich als Präventionsversicherer zu profilieren und ertragreiches Wachstum zu generieren.
Die Entwicklung der Geschäftsfelder Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherung sowie Finanzdienstleistungen liegt im Planungskorridor. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die NÜRNBERGER weiterhin einen Konzerngewinn in der Größenordnung von 80 Mio. EUR. Aufgrund der strategischen Neuausrichtung in der Schaden- und Unfallversicherung rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr mit rückläufigen Beitragseinnahmen und einem geringeren Neugeschäft. Gleichzeitig sollen die bereits erreichten Verbesserungen bei Profitabilität und Effizienz die Ergebnisentwicklung weiter stärken.
Teil der Vienna Insurance Group
Seit Mai 2026 ist die NÜRNBERGER Teil der Vienna Insurance Group (VIG), der führenden Versicherungsgruppe in Zentral- und Osteuropa. Die Partnerschaft eröffnet dem Unternehmen mehr Möglichkeiten bei der Modernisierung ihrer Fach- und IT-Systemen sowie bei der weiteren Transformation zum Präventionsversicherer. Die NÜRNBERGER bleibt dabei als eigenständige Marke mit Hauptsitz in Nürnberg am deutschen Markt aktiv.
Die VIG hält derzeit als Mehrheitsaktionärin 99,29 % der Aktien an der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG (NBG). Sie hatte der Gesellschaft Anfang der Woche das konkretisierte förmliche Verlangen übermittelt, eine außerordentliche Hauptversammlung der NBG einzuberufen, in der ein Beschluss über die Übertragung der Aktien der übrigen Aktionäre auf die VIG gegen Gewährung einer gutachterlich als angemessen erachteten Barabfindung in Höhe von 120 EUR (sog. aktienrechtlicher Squeeze-out) gefasst werden soll. Die Höhe der Barabfindung entspricht dem Erwerbsangebot der VIG an die Aktionäre der NBG aus dem letzten Jahr. Im Anschluss an das Squeeze-out soll die Aktie der NBG von der Börse genommen werden.
Über die NÜRNBERGER Versicherung – ein Unternehmen der Vienna Insurance Group
Die NÜRNBERGER Versicherung steht seit 1884 für Sicherheit, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Nähe. Mit Beitragseinnahmen von rund 3,5 Mrd. EUR und etwa 3.800 Mitarbeitenden zählt sie heute zu den größten und leistungsstärksten Versicherungsunternehmen in Deutschland. Als Teil der Vienna Insurance Group (VIG) verbindet die NÜRNBERGER ihre regionale Verankerung mit der Stärke der führenden Versicherungsgruppe in Zentral- und Osteuropa. Die VIG betreut mit mehr als 50 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen mit 36 Millionen Kunden in 30 Ländern.
Das Unternehmen bietet in Deutschland ein breites Spektrum an Produkten in den Bereichen Lebens-, Kranken-, Schaden- und Unfallversicherung für Privat- und Firmenkunden. Mit ihren innovativen Vorsorge- und Absicherungslösungen belegt sie regelmäßig Spitzenplätze in Branchenanalysen. Als moderner Präventionsversicherer verfolgt die NÜRNBERGER das Ziel, Risiken kalkulierbar zu machen und Chancen zu eröffnen – menschlich, klar, verlässlich und vorausschauend. Vom Hauptsitz in Nürnberg aus ist das Unternehmen bundesweit tätig und arbeitet eng mit Vertriebspartnern und Maklern zusammen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.nuernberger.com.